Saatkrähen im Palmpark: Gegenmaßnahmen bewilligt

Saatkrähe (Symbolfoto)

Der Palmpark ist ein geschätzter Ort der Erholung in der Stadt – für Menschen ebenso wie für Tiere. Seit 2024 kommt es im Umfeld des Parks jedoch zunehmend zu Problemen durch eine wachsende Kolonie von Saatkrähen. Die Auswirkungen sind erheblich: Die Lärmbelastung und Verschmutzung durch Kot sowie herabfallendes Nistmaterial haben spürbar zugenommen.

Aufbauend auf Erfahrungswerten aus Bayern, umfangreichen Recherchen und fachlichen Beratungen hatte die Stadtgemeinde Braunau bei der Naturschutzbehörde um die Genehmigung von sogenannten Vergrämungsmaßnahmen angesucht. Diese wurden nun bewilligt, um die Situation vor Ort nachhaltig zu verbessern – im Einklang mit den naturschutzrechtlichen Vorgaben.

Akustische Reize und Umsiedelung

Aktuell ist ein zentrales Element der geplanten Vergrämung der gezielte Einsatz akustischer Reize. Die dafür notwendige technische Ausrüstung wurde beschafft und an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Zusätzlich wird versucht, die Kolonie vor der Brutzeit in das nahegelegene Augebiet zu übersiedeln.

Ob die Maßnahmen tatsächlich dazu führen, dass die Saatkrähen den Palmpark verlassen, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Saatkrähen gelten als besonders anpassungs- und lernfähig und sind daher nur schwer zu vertreiben. Dennoch wird auf die Wirksamkeit der Maßnahmen gehofft.

Ziel der Maßnahmen

Die Maßnahmen wurden in enger Abstimmung mit Fachpersonen und nach naturschutzrechtlichen Vorgaben entwickelt. Das langfristige Ziel ist nicht die Verdrängung der Saatkrähen aus Braunau am Inn, sondern eine lenkende Umsiedelung in das Augebiet. Dies soll sowohl den Schutz der Tiere gewährleisten als auch Entlastung für die Anwohnerinnen und Anwohner bringen. 


25.02.2026